Jugendschutz

Der Programmjugendschutz im Rundfunk

Genau wie im Kino, in Mediatheken oder bei DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen gibt es auch für unsere Programmangebote Vorgaben, was wir welcher Altersgruppe zeigen dürfen. Anders als bei Altersverifizierungssysteme, an der Kinokasse oder an der Ladentheke können wir bei unseren Ausstrahlungen nicht kontrollieren, wie alt die Zuschauer vor den Bildschirmen sind.

Bei uns im frei empfangbaren Privatfernsehen sind Altersfreigaben an Sendezeiten gebunden.

Was wird geprüft?

Ziel der Vorgaben zum Programmjugendschutz ist für Kinder und Jugendliche (abhängig von der Altersstufe) das Bewahren vor Inhalten, die geeignet sind, ihre Entwicklung oder Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu beeinträchtigen oder zu gefährden, sowie der Schutz vor solchen Sendungen, die die Menschenwürde oder sonstige durch das Strafgesetzbuch geschützte Rechtsgüter verletzen.

Grundsätzlich verboten ist die Ausstrahlung von Sendungen im frei empfangbaren Fernsehen, die Gewalt verharmlosen oder verherrlichen, Pornografie verbreiten, zum Rassenhass aufstacheln, den Krieg verherrlichen oder geeignet sind, Kinder und Jugendliche sittlich schwer zu gefährden. Dieser Inhalt kann auch im Rundfunkstaatsvertrag nachgelesen werden.

Was darf wann gezeigt werden?

Unterschieden werden vier Zeitschienen, bei denen die Voraussetzungen verschiedener Altersgruppen für die Wahrnehmung und Verarbeitung von Fernsehinhalten zu berücksichtigen sind.

Eltern sind dafür verantwortlich, dass Kinder nur zu den ihrem Alter gemäßen Zeitschienen fernsehen:

– Tagesprogramm 6 bis 20 Uhr = Kinder bis 12 Jahren, auch ohne Aufsicht (entspricht „FSK ab 0 freigegeben“, „FSK ab 6 freigegeben“ und gegebenenfalls „FSK ab 12 freigegeben“)
– Hauptabendprogramm 20 bis 22 Uhr = Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren (entspricht „FSK ab 12 freigegeben“)
– Spätabendprogramm 22 bis 23 Uhr = Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren (entspricht “FSK ab 12 freigegeben“) 
– Nachtprogramm 23 bis 6 Uhr = Erwachsene ab 18 Jahren (entspricht „FSK ab 18“ / früher: „Keine Jugendfreigabe“)

Wer prüft und bestimmt, was wann gezeigt werden darf?

Was zu welcher Uhrzeit ausgestrahlt werden darf, entscheiden wir als Sender nicht frei. Der Gesetzgeber regelt im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) detailliert, wie die Jugendschutzbestimmungen im frei empfangbaren Privatfernsehen umzusetzen sind.

Bei jedem Privatsender prüft und bewertet ein unabhängiger Jugendschutzbeauftragter alle Programminhalte inklusive Trailer und Werbung.

Die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften wird von den lizenzgebenden Landesmedienanstalten und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) streng kontrolliert.

Trailer

In Trailern werden Ausschnitte von Produktionen gezeigt, um unsere Zuschauer auf künftige Ausstrahlungen aufmerksam zu machen. Diese Form der Eigenwerbung ist für jeden Sender von erheblicher Bedeutung, denn sie erreicht jene Zuschauer, die sich nicht über Zeitschriften oder Websites über die Programme der Sender informieren. Die Inhalte sind immer der Sendezeit der Clips angepasst, entsprechend geprüft und für die Ausstrahlungszeiten freigegeben. Die Trailer werden grundsätzlich so gestaltet, dass sie den Jugendmedienschutzvorgaben immer.

Wichtig!

Der Jugendschutz ist vom Gesetzgeber auf die Schultern der Sender, aber auch auf die der Eltern gelegt worden. Dies bedeutet, dass das Programm unter Jugendschutzaspekten stets streng senderseitig kontrolliert wird. Andererseits müssen auch die Eltern Verantwortung dafür übernehmen, was ihre Kinder zu welcher Tageszeit sehen dürfen. Eltern kennen ihre Kinder am besten, wissen, was für sie geeignet ist oder nicht.

Kontakt

Du benötigst mehr Informationen zum Jugendschutz in unserem Programm?
Kontaktiere uns per E-Mail (jugendschutz@cozmo.eu)!